Lebensmittelintoleranz-Diagnose leicht gemacht

Lebensmittelintoleranz-Diagnose leicht gemacht
© CANVA @bestnj

Bauchschmerzen, Blähungen oder Durchfall nach bestimmten Lebensmitteln – wenn das öfter passiert, stellt sich schnell die Frage: Was vertrage ich eigentlich nicht? Und noch wichtiger: Wie finde ich das zuverlässig heraus?

Viele greifen dafür zu scheinbar einfachen Lösungen. Doch nicht jede Diagnosemethode hält, was sie verspricht.

IgG4-Tests: schnelle Antwort oder trügerische Sicherheit?

Sehr beliebt sind derzeit sogenannte IgG4-Bluttests. Das Prinzip klingt verlockend: Blut abnehmen, wenige Tage warten – und schon erhältst du eine lange Liste mit Lebensmitteln, die du angeblich gut oder schlecht verträgst. Oft sind es über 200 getestete Nahrungsmittel.

Doch genau hier beginnt das Problem.

Wenn der Speiseplan immer kleiner wird

Eine meiner Patientinnen, Yvonne, kam zu mir, nachdem sie ihren Speiseplan bereits über eineinhalb Jahre extrem eingeschränkt hatte. Grundlage dafür war ein IgG-Test, der zahlreiche „Unverträglichkeiten“ angezeigt hatte. Ihre Hoffnung: weniger Beschwerden. Die Realität: Die Verdauungsprobleme waren weiterhin massiv.

Zusätzlich kamen Unsicherheit, Stress und ein hoher Leidensdruck hinzu. Yvonne ist kein Einzelfall – viele Betroffene erleben genau das.

Warum IgG-Tests keine Intoleranzen nachweisen

Obwohl Fachgesellschaften bereits seit Jahren auf die fehlende Aussagekraft von IgG-Tests hinweisen, werden sie weiterhin beworben – teilweise sogar im medizinischen Kontext.

Der Grund: IgG-Antikörper zeigen keine Unverträglichkeit an. Sie sind vielmehr das Gedächtnis unseres Immunsystems und spiegeln wider, mit welchen Lebensmitteln dein Körper in letzter Zeit häufig Kontakt hatte. Kurz gesagt: Du reagierst im Test oft genau auf das, was du regelmäßig isst – nicht auf das, was dir schadet.

Dass es manchen Menschen nach dem Weglassen vieler Lebensmittel kurzfristig besser geht, ist häufig Zufall – oder liegt an ganz anderen Faktoren.

Wie findest du wirklich heraus, was du nicht verträgst?

Statt pauschaler Verbote braucht es ein strukturiertes, individuelles Vorgehen, das deinen Körper ernst nimmt und dir langfristig hilft – ohne unnötige Einschränkungen.

🎧 Welche Diagnosemethoden bei Lebensmittelintoleranzen wirklich Sinn machen und wie du Schritt für Schritt Klarheit bekommst, erfährst du in Folge 034 der Bauchdetektivgeschichten: „Lebensmittelintoleranz-Diagnose leicht gemacht“.

Hör’ gerne rein, wenn du deinem Bauchgefühl endlich wieder vertrauen möchtest ⬇️

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Wenn du bei bestimmten Unverträglichkeiten Unterstützung suchst, helfen dir meine Toolkits zu Histamin, Sorbit und Laktose, Symptome besser einzuordnen und deinen Alltag wieder entspannter zu gestalten.

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